Regionale Ärztenetze haben gute Zukunftsaussichten

Ärztenetze mit 50 bis 100 Ärzten und regionale Versorgungskonzepte haben die besten Zukunftsaussichten. Das ist das Ergebnis der Umfrage "Netzarbeit konkret" des NAV-Virchow-Bundes.

08.03.2010 - Danach schätzen knapp 70 Prozent der Befragten, dass eine professionelle Geschäftsführung besonders bei Vertragsverhandlungen vorteilhaft sei. Sie erwarten davon wirtschaftlichen Erfolg für ihr Netz und die Einzelpraxis, einen kompetenten Umgang mit Verträgen sowie Sicherheit in Verhandlungen mit Krankenkassen.

Eine ebenso große Anzahl der Umfrageteilnehmer hält regionale Versorgungskonzepte für den wichtigsten Baustein zur Weiterentwicklung ihres Netzes. Für den Aufbau eines solchen Konzeptes wünschen sich die Netzvorstände vor allem Unterstützung im betriebswirtschaftlichen Bereich und bei der Suche nach strategischen Partnern.

"Die Ärztenetze müssen sich vor allem im Hinblick auf Verbindlichkeitsvereinbarungen noch professioneller aufstellen" rät der NAV-Bundesvorsitzende Klaus Bittmann. Die Umfrage habe gezeigt, dass Verbindlichkeit in vielen Netzen gar nicht und nur selten durch Sanktionen geregelt sei.

Im Bereich der Arzneimittelverordnung sind die Netze bereits weiter: In knapp der Hälfte der befragten Ärztenetze gibt es entsprechende Vorgaben - von Positivlisten über ausgewählte Generika bis hin zu Leitlinien und Behandlungspfaden.


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