
Autor: Harry Fuchs
Das SGB IX, nunmehr seit über sieben Jahren in Kraft, hat in der Praxis bisher nicht die Wirkungen gezeigt, die sich der Gesetzgeber erhofft hatte. Mit Ausnahme der Rehabilitationsträger klagen die Akteure des Rehabilitationsgeschehens unverändert über mangelnde Koordination, Kooperation und Konvergenz und sehen das gegliederte System weiterhin als Ursache dafür an. Mit diesem Buch setzt Harry Fuchs an dieser Stelle an und untersucht am Beispiel der Gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V), ob und wie die Träger unter den mit dem Rehabilitations- und Teilhaberecht des SGB IX geschaffenen Rahmenbedingungen die Schnittstellenprobleme überwinden.
Die Arbeit wird von der Frage geleitet, ob nicht eher das Handeln der institutionellen Akteure als die Gestaltung des Rehabilitationssystems Ursache der Probleme ist. Dabei wird belegt, dass die Wurzel für die nach Inkrafttreten des SGB IX weiterhin bestehenden Schnittstellenprobleme im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht das gegliederte System an sich ist oder dass Rechtsgrundlagen fehlen. Überwiegende Ursache ist vielmehr die nicht adäquate Umsetzung der rechtlichen Anforderungen durch die Akteure der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Die Erkenntnisse, die in diesem Band niedergelegt sind, umfassen eine Zusammenschau rechts-, rehabilitations-, sozial-, verwaltungs- und organisationswissenschaftlicher Aspekte. Dass die Arbeit trotzdem ein plastisches Bild der Situation liefert, ist dem ungewöhnlich breiten persönlichen und beruflichen Erfahrungshintergrund des Autors zu verdanken.
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